Forum der Larpmeystergilde
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News: Seyd gegrüßt, Wanderer!
 
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Autor Thema: Weg in die Wolken Feedback  (Gelesen 5173 mal)
evil necromancer
Knappe
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« am: 07. September 2010, 11:24:56 »

Nach einem großartigen Wochenende möchte ich nicht verpassen, meinen Senf oder neudeutsch Feedback zum AlpenLARP WidW zu geben.

Vielleicht fällt mir in nächster Zeit noch die eine oder andere Ergänzung (z.B. die ein oder andere Kritik) ein, die mir jetzt so spontan nicht in den Sinn kommen.

Ziemlich früh mussten wir von München aufbrechen, um ohne große Verzögerung zum vereinbarten Treffpunkt zu kommen und dann noch einige Zeit auf unseren Aufbruch zu warten. Ist jetzt schwer zu beurteilen, was noch zu erledigen war und ob ein späterer Zeitpunkt als 10.00 Uhr auch möglich gewesen wäre, so dass wir noch ein wenig hätten schlafen können, aber mich hats nicht sonderlich gestört und ich kann es verstehen, wenn die Orga hier auf Nummer sicher gehen wollte, dass wir nicht zu spät losgehen.

Die Wanderung am ersten Tag fand ich dann sehr schön. Der Anstrengungsgrad war in Ordnung insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass man sich an das Gepäck ja erstmal gewöhnen musste. Die Begegnungen waren alle stimmig und haben auch zum Plot gepasst. Toll fand ich, dass der Schwarzmagier eine Bemerkung hat fallen lassen, die dann am Ende der Veranstaltung Sinn gemacht hat. Aber auch die verwundeten Soldaten, Bauern und Flüchtlinge waren schön dargestellt. Super fand ich die Stimmung mit den Flüchtlingen auf der Hütte, was natürlich für meinen Char super gepasst hat und die Hinweise, die noch nicht zu viel verrieten, aber genug waren, damit man ein wenig spekulieren konnte. Toll fand ich auch, dass ich mein transysilisches Hintergrundwissen einsetzen konnte. Auch wenn die kleinen Unrichtigkeiten wohl ein Versehen der Orga waren, haben meine Schlüsse die ich daraus ziehen konnte im Endeffekt zum Plot gepasst und so war es ja doch wieder richtig.

Die Hütte selbst war eine super Location. Ein paar Sachen hätte man vielleicht noch abdecken können, aber es ist natürlich verständlich, dass man nur begrenzt Zeug den Berg hoch schleppen kann. Auch die Lichter der Ortschaft im Tal fand ich nicht als störend.

Schön war, dass wir uns am zweiten Tag von unserem Gepäck erholen konnten und befreit durch die Gegend laufen und ploten konnten. Das hat der Veranstaltung einiges an Komfortgefühl verliehen. Die Szene am See war vor allem auf Grund der Landschaft schön und die Szene am Wasserfall war voll der Hammer und ich glaube viel besser kann man weder vom Ort noch von der spielerischen Leistung ein Elementarwesen nicht darstellen. WELCH EIN TAG

Die Szene mit der Wächterin des Tages hätte man vielleicht nicht ganz so weit unten im Wald spielen müssen, denn das hat sich schon ein wenig hingezogen. Den Kampf mit den Borbaradianern fand ich schön, vor allem mit Tratzi als wir beide verwundet, er kriechend, ich das Schwert mit der linken Hand führend, unsere Kräfte maßen.

Der Wandertag war echt schön. Mehr muss für mich bei einem LARP aber eigentlich nicht sein. Ich fand es war noch an der Grenze, weil man ja hauptsächlich auch zum spielen und nicht nur zum Laufen auf nem Con ist. Das wir nicht allein laufen mussten, sondern den Gipfelsturm Weidentreu dabei hatten hat das ganze aufgelockert und war sehr angenehm. Super fand ich die Entscheidung abzukürzen und dass die Orga das ohne Probleme mitgetragen hat. Ansonsten wären wir wohl schon vor dem sicheren Weg in die Dunkelheit gekommen. Einzig die Pause am Bach war für meinen und ich glaube den Geschmack der meisten anderen zu lang. Ich persönlich hätte da kein Problem gehabt zügig weiter zu laufen und ein wenig eher am Lager anzukommen und dort zu helfen, selbst wenn man dabei ein wenig OT mitbekommen hätte. Aber für die Entscheidung von Gunther es ein wenig hinaus zu zögern, um den NSC Zeit zu verschaffen, spricht natürlich aus Orgasicht auch einiges, so dass es jetzt nicht wirklich ein Problem dargestellt hat.

Absoluter Hammer bei der Wanderung war natürlich die Reinigung des Sees und der Wettergott hat die Orga ausreichend für die Spontanenscheidung die Quelle zu verlegen denke ich ausreichend belohnt.

Sehr lustig war auch die Szene mit dem geopferten Fuchs.
 
Das Expeditionslager fand ich sehr schön dargestellt, auch wenn die meisten von uns nach der Wanderung natürlich ein wenig fertig waren und früh ins Bett gingen.

Am nächsten Tag war ein wenig störend, dass wir direkt an einem Weg der sowohl von zahlreichen Wanderern als auch Fahrzeugen benutzt wurde campierten, aber einen Ort zu finden an dem man in den Alpen zelten kann (die Zelte auch einigermaßen gut hinbekommt), in guter Wandernähe zum Anfangsort liegt und der richtig abgelegen ist, stelle ich mir sehr schwierig vor. Bei einem „normalen“ LARP hätte die Orga das wohl nicht gemacht, aber so fand ich das in Ordnung, vor allem weil man durch die Ruinen doch ein wenig vom Weg abgetrennt war.

Allgemein war der Tag auch im Vergleich zu den anderen ein wenig lahm, denn für die meisten Spieler war das Übersetzen nicht so wirklich von Interesse und es war ja auch logischer die Hesindegeweihten damit zu betrauen.

Da hätte außer dem kurzen Ausflug zum Schwarzmagier noch ein bisschen was sein können, aber im Endeffekt war ich auch nicht böse einen Mittagsschlaf halten zu können und an der genialen Diskussion mit Magister Rotwangen über das Töten von beherrschten Magiern und anderen Unschuldigen teilzunehmen, die ja kurz später auf einmal von Belang war.

Absolut genial fand ich die Stimmung an der Zwergenmine und auch super war als Enyaven allein aus der Dunkelheit nachkam und uns berichtete. Ich persönlich hätte mir das Finale hier gewünscht, auch wenn es dann keinen Kampf hätte geben können, denn der hätte nur hinter der Hütte stattfinden können und da hätte man zum einen die NSC nicht unbemerkt an uns vorbei bekommen, zum anderen hätte man sie oben wohl ziemlich bald bemerkt und dann die Hütte gar nicht so lange untersucht. Ich hätte es irgendwie toll gefunden Magister Salix dort in der Hütte vorzufinden und es dort irgendeine Lösung ihn von der Beherrschung zu befreien gegeben hätte.

Den Weg von der Mine zum Finalort fand ich jetzt trotz Dunkelheit nicht schlimm, aber dem Finale selbst hat dann irgendwie fand ich der Pfeffer gefehlt und es war eine der schlechteren Situationen auf der Veranstaltung. Das OT danach war voll in Ordnung. Ob man den Heimweg irgendwie besser vorbereiten hätte können, kann ich schlecht sagen. Vielleicht sollte man künftig bei Szenen in solchen Lagen bei Dunkelheit mehr Licht mitnehmen. Ich mein es ging dann schon, aber ich glaube die meisten hätten lieber darauf verzichtet.

Entgegen der tollen und ausreichenden Verpflegung während der restlichen Veranstaltung fand ich dann das Hähnchen zum Abschluss nicht so toll und zwar nicht wegen dem Geschmack, sondern weil es dann bei der Dunkelheit und an dem Ort (im Stehen oder auf diesen Balken am Feuer) schlecht zu essen war. Sicherlich gut gemeint, aber ein paar Nudeln (auch wenn sicherlich nicht voll ambientig) oder was anderes, dass man einfach hätte reinschaufeln können, hätte da aus meiner Sicht mehr getaugt. War denk ich auch Tenor der anderen Spieler, die bei mir im Auto saßen.

Noch allgemein zum Con gilt zu sagen, dass die Spielergruppe aus meiner Sicht super zusammengestellt war und es halt einfach mal was anderes und erhebend ist, eine richtige Heldengruppe aus sechs Leuten zu sein, als ein großer Abenteurerhaufen. Famos war auch, dass wir mit unserer Anführerin einiges an Konflikten hatten, dies aber so im Rahmen war, dass wir sie immer noch als Bestandteil unserer Gruppe sehen konnten. Vielen Dank an die restliche Gruppe, dass wir so zusammen harmoniert haben.

Schade war, dass wir durch Krankheit dezimiert wurden, aber da kann man nichts machen.

Dank an alle NSC für ihre OT-Mühen und ihr tolles IT-Spiel. Ihr wart ausnahmslos super, ob als Flüchtlinge der Expeditionslager oder in den Zwischenszenen.

Größte Anerkennung und Respekt gilt der Orga, dass sie diesen organisatorischen Wahnsinn auf sich genommen haben und die Veranstaltung bis auf einige übersehbare Kleinigkeiten,  die niemand vermeiden kann, so toll über die Bühne gebracht haben (falls es hier Probleme gab hab ich sie als Spieler zumindest nicht mitbekommen).

Zum Schluss ist es mir auch noch eine Herzensangelegenheit der Orga Dank dafür zu zollen, dass ich für die wenigen Spielerplätze ausgewählt und mir so ein unvergessliches Erlebnis zu Teil wurde.
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Ischtan, humorvoller Führer durch Weidens dichte Wälder
Grimwulf Schafspelz, unfähiger Knappe
Tobren von Wolfstein ehemals Tyakramur Dunkellohe, stellvertretender Großinquisitor des befreiten Weidens
Lumian von Weinstein, speckiger aber verständnisvoller Praiot
Kyrill der Köhler
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« Antwort #1 am: 07. September 2010, 17:12:15 »

So, nach einer schönen warmen Nacht in meinem Bett jetzt ein paar Gedanken von mir zur Con:

Erstmal vorneweg: Hut ab vor der Leistung. Seien es Plot und Figuren oder Logistik und Locations, da hat ein nicht unerhebliches Maß an Arbeit drinnen gesteckt.

Vor der Con war ich recht skeptisch, weil die Rollen sowie Infos wirklich extrem spät kamen. Ich wusste zwar grob, was für Figuren ich darstellen soll, aber die Ausarbeitung kam einfach zu spät, was sich gerade auf die zweite Rolle (Savertin) dämpfend ausgewirkt hat, weil ich mich auf den Flüchtling in Ruhe, auf den Geologen jedoch nur auf der Con vorbereiten konnte. Gerade bei letzterem wäre im Falle von intensiverem Spielerkontakt (dazu später) aber schnell mangelndes inner- sowie außeraventurisches Geologie- und Alchemiewissen aufgefallen.

Auf die Con gefahren bin ich dann im Wissen, alles lebenswichtige eingepackt zu haben, aber trotzdem mit dem mulmigen Gefühl fehlender Vorbereitung.
Am Mittwoch war das NSC-Briefing dann jedoch sehr hilfreich, sich die Con plastischer vorstellen zu können. Ab hier war ich schon deutlich optimistischer.

Zum Start am Donnerstag hatte ich mit Max eine super Wanderung von Lift zur Anton-Renk-Hütte (wunderbares Ambiente, auch innen, kleine OT-Elemente hin oder her), gekrönt von einem ausgedehnten Sonnenbad, weil wir früh oben waren.
Die „verletzter Flüchtling“-Szene war wirklich schön, die Rückeroberung der Hütte ausgesprochen lustig – ich sage nur „Holzscheitramme“!
Allgemein war meine Flüchtlingsrolle wirklich toll, Olbert war super geschrieben und hat sich wunderbar gespielt. Mein kleines emotionales Highlight war abends auf der Hütte das Ysilia-Lied, das Olbert/mir doch glatt die Tränen in die Augen getrieben hat.

Mein absolutes Highlight war der Hinterhalt am Wasserfall. Das Loch, in dem Fabi und ich saßen hat eine total beklemmende Atmosphäre gemacht. Die Flucht und die Verfolgung durch Manu war war dann noch eine tolle (und ziemlich irre) Verfolgungsszene, die mein Adrenalin echt zum Kochen gebracht hat – war einfach klasse!
Auch sehr lustig war der zweite Überfall abends, der Kampf hat mir einfach getaugt.

Die Goblinszene war auch sehr lustig, Vivi mit Helm auf war ein Anblick für die Götter.

Der Abstieg und das Umpacken waren dank Dusche und Pizza ein willkommenes „Durchschnaufen“ vor dem Expeditionslagerteil.

Zum Expeditionslager: Die Location war natürlich toll – aber wirklich blöd von der Erschließung her. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass der Karren kaputt gegangen ist, weil ich die Strecke, die wir ihn nachts noch hätten schieben müssen, mittlerweile doch recht gut kenne.
Die Rolle des Geologen war zwar durchaus passend in einer Hesinde-Expedition ins Gebirge und auch schön geschrieben sowie ausgestaltet, jedoch hat irgendwie der Schnittpunkt zwischen den Interessen der Hesindegeweihten und den meinen gefehlt. Ein bisschen deplatziert könnte man sagen. Ich konnte zwar in der Theorie einen Haufen erforschen usw., aber das waren alles keine Sachen, die ich gescheit hätte ausspielen können. Ins Gebirge gehen und Steine erforschen wäre noch möglich gewesen, für Analyse usw. hätte ich aber IT-Gerätschaften gebraucht, die nicht auf den Berg schaffbar gewesen wären.
Trotzdem hatte ich eine schöne Diskussion mit dem Don.
Die Nächte waren für mich echt ein bisschen blöd, aber daran bin ich selber schuld, hätte mir einen wärmeren Schlafsack holen müssen. Schlaf ging nur abends und nach Sonnenaufgang - deshalb das doch recht späte Erscheinen von Savertin außerhalb des Zelts.

Wirklich etwas sagen kann ich erst wieder zur Endschlacht: Zwar wurde den NSCs mitgeteilt, dass Taschenlampen „Must-Have“ sind, aber wurde (zumindest mir) der Weg zum Finale als fortlaufender Forstweg beschrieben, weshalb ich keine solche mitgenommen habe. Der Weg und das Gelände hätten allerdings eine ganz andere Ausleuchtung erfordert, als vorhanden war. NSC-Selbstverantwortlichkeit hin oder her, die Orga sollte das Gebiet kennen und z.B. ausreichend Fackeln mitnehmen (lassen). Der Timeout nach der Schlacht war dann die einzig richtige Entscheidung vor Ort.
Das Warten auf die SCs war ein wenig kalt und insofern frustrierend, weil eigentlich alle bei Gunther mit den SCs gerechnet hätte, die aber noch oben standen, welche dann nochmal länger gebraucht haben. Das war insgesamt eher ein zufälliger Umstand, hat alle gleich getroffen und auch nicht weiter schlimm.
Die Endschlacht selber hatte einen guten Ansatz durch die Spieler. Einige NSCs haben die Spielergruppe sehr als „Haudraufs“ (erst töten, dann Fragen stellen) empfunden, mir ging es da ähnlich, wohlgemerkt ab Expeditionslager.
Vor allem der Tod von Alrikmarks habe ich IT nicht mitbekommen, aber hat meiner Meinung nach IT-logisch die Spieler nicht viel sympathischer als seltsame alte Magier gemacht.
Bei der Endschlacht vier tote Weidener Soldaten, das hätte (nach meinem Vor-JdF-Aventurienverständnis) für die Charaktere ohne die einsetzenden Kriegswirren vermutlich mindestens einen Prozess zur Folge.
Nicht falsch verstehen, liebe SCs, das ist kein „Bashing“ gegen euch, gerade bei der Endschlacht waren Wappenröcke kaum noch zu unterscheiden und es gab auch einige Bestürzung über die toten Mittelreicher. Nur sollte so etwas den Charakteren IT nicht in der Zivilisation passieren.
Der Rückweg nach dem Timeout war dann umständlich, aber ist ja zum Glück alles gut gegangen.

Zum Essen kann ich leider nur wenig sagen, da ich nur das Gröstl kosten konnte, das war allerdings sehr lecker!

Insgesamt hat die Con einfach zwei Hälften gehabt: Anton-Renk und Exp.lager, wobei die erste Hälfte einfach lustig und motivierend war, die zweite hingegen von logistischen Problemen und ein bisschen IT-Frust durchzogen war.
Ich weiß nicht, ob es geholfen hätte, die Con etwas zu kürzen oder einfach nur von längerer Hand zu planen.
Für Alpencons in (fernerer) Zukunft wäre ich durchaus nochmal zu gewinnen, aber dafür wünsche ich mir Logistik mit einem „Plan B“, die nicht improvisiert werden muss. Eine gute Erschließbarkeit der Locations finde ich wichtig, was bei einer Hütte noch gut klappt, ist bei einem Zeltlager fraglich.

So, jetzt aber genug genörgelt, denn trotz der Kritik oberhalb war es eine schöne Con, welche tolle Momente hatte! Danke an alle NSCs, SCs und natürlich vor allem Fabi, Tratzi, Gunther und Thomas, die das ermöglicht haben.

Zum Abschluss noch:
- „SO NICHT!“
- „Gehen-Forschung“ des Oliht Sirrazan
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Larnis Londar - Kampfmagier vom Kampfseminar zu Andergast
Avedan Fuxfell - Kartograph
Jost - Hurensohn
Peredhil
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« Antwort #2 am: 08. September 2010, 21:35:37 »

Hallo,

ich möcht hier kurz auch noch ein Feedback geben. Alles in allem fand ich das Con für mich sehr gelungen - allerdings hab ich das Spiel von Anfang an in gleichen Maßen als Hochgebirgstrekking-Tour wie auch als LARP angenommen. Ich kann durchaus verstehen, dass vor allem NSCs, die nicht mit diesen Anspruch hineingegangen sind und auch nicht an der Samstagswanderung teilgenommen haben, weit weniger auf ihre Kosten gekommen sind als ich. Nachdem ich erst am Freitag Abend angekommen bin kann ich für die Zeit davor nicht sprechen - für die Tage Freitag bis Sonntag hätt ich folgende Pros und Cons, die ich festhalten möchte.

Pro:
  • super Locations! Das Alpenpanorama und das Hochgebirgsfeeling waren sicherlich die Besonderheiten, die das Spiel von anderen unterschieden. Die Anton-Renk-Hütte war spitze, sowohl innen wie außen, als auch die Umgebung mit Wasserfall! Das Expeditionslager war ebenfalls super, mit einzigem Nachteil der Straße, die durchführte. Die einzelnen Szenenschaupätze waren gut gewählt - vor allem das Verlegen der Quelle zum See fand ich gut.
  • Die Stimmung in der Hütte! Flüchtlinge, Bergsoldaten, der Nobarde, diverse Wanderer, alles bunt gewürfelt. Leider war kein Bier da und durch das frühe Aufstehen der Abend doch etwas kurz, aber alles in allem super!
  • Die Wanderungen! Ich kam wie gesagt, voll auf meine Kosten. Der Samstag war super, wenngleich hart an der Belastungsgrenze, die Tour über den Pfroslkopf-Vorgipfel war landschaftlich toll, das Bergletal mit Moor und Fluss sehr schön, die Querung über das Grüne Joch überaus spannend. An den schweren Rucksack hab ich mich relativ schnell gewöhnt. Trotzdem wars gut den Gipfel abzukürzen - auch wenn ich ihn gern mitgenommen hätte. Am Sonntag war die Tour zum Ritualplatzsehr schön, zum Glück blieb noch Zeit für den Gipfel vom Rauhen Kopf, bevor die SCs kamen.
  • Die Zwischenrollen und -szenen für uns Wander-NSCs! Die Bergsoldaten waren cool und super übertrieben - die Nanga Parbat-Expeditionen lassen grüßen.  Zwinkernd Das Fuchs-Opfer war - obwohl improvisiert - unglaublich lustig und mit Sicherheit meine Lieblingsszene am Spiel.
  • Der Hesinde-Göttinnendienst war super stimmig!


Contra:
  • Die Logistik! Ich versteh natürlich, dass ein Alpen-LARP unter besonderen Bedingungen stattfindet, aber gerade beim Expeditionslager wär es zwingend notwendig gewesen einen Geländewagen zur Verfügung zu haben. Es ist meiner Meinung nach für NSCs - die ebenso für die Teilnahme zahlen und für die ebenso möglichst großer Spaß an der Sache das Ziel sein sollte - nicht zumutbar, dass sie alles Equipment über mehr als zwei Stunden einen Berg raufschleppen müssen. Im Notfall hätte einfach ein Mietwagen besorgt werden müssen - hätte für die zwei Tage auch nicht mehr als 100-150€ gekostet. Auf diese Weise wär es auch möglich gewesen die Wanderer Gepäcksmäßig zu entlasten und das Lager besser auszustatten.
  • Das Chaos bei der Endschlacht (fällt eigentlich auch unter Logistik)! Einerseits fand sie zu spät statt, andererseits wurde uns nicht klar gesagt, wie lang es dauern würde, dass wir Licht mitnehmen sollten und dass kein durchgehender Weg durch die Blockfelder und Sumpfflächen vorhanden ist. Das Ausrufen des OT wäre bei adequater Information und Vorbereitung definitiv vermeidbar gewesen, ebenso wie Stunden an Wartezeit. So wurde die Szene von Anfang an durch Mißmut und Rückweg-Sorgen überschattet und konnte sicherlich nicht ihr volles Potential entfalten.
  • Die zeitliche Planung am Samstag- fällt also ebenfalls unter Logistik. Das Chaos war für mich wirklich durchgehend absehbar, nachdem wir statt wie ich es für sinnvoll gehalten hätte um 7-8 Uhr erst um 10 aufgebrochen sind. So wär der Gipfel noch drin gewesen und wir wären noch vor der Dunkelheit angekommen. Natürlich hätte auch die Logistik zum Aufbau des Lager stimmen müssen, so dass wir nicht andauernd lange Wartezeiten in Schneetreiben und Wind absitzen hätten müssen. Vor allem bei der Fuchsszene war es wirklich mühsam, als wir zwei Stunden im Wind und schon im Schatten auf die SCs warten mussten, nachdem diese zurückgehalten wurden um nicht zu früh beim Expeditionslager zu sein.
  • Ich kam mit den SCs nie wirklich in ein tieferes Charakterspiel. Gerade im Expeditionslager wurde alles von der Übersetzung beherrscht, allerdings hätt ich mich auch selbst mehr einbringen können statt zu schlafen... Smiley

Fazit: Alpen-Cons sind logistisch eine besondere Herausforderung und leider hats gerade dabei nicht sonderlich gut geklappt - was den für mich voll und ganz verständlichen Unmut einiger NSCs heraufbeschwor. Für einen Bergbegeisterten wie mich hat es sich voll ausgezahlt - Hochgebirgstrekking bei traumhaften Wetter, wie oft bekommt man das schon? Die Stimmung und das Ambiente waren super, die Umgebung traumhaft und ich kam mit einer gehörigen Erschöpfung zurück nach Wien - also alles in allem hat sichs für mich voll gelohnt.
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Dani
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« Antwort #3 am: 09. September 2010, 10:29:56 »

Hallöle,

so, von mir gibt es leider nur ein Feedback über die ersten 2,5 Tage - ich wäre gerne auch den Rest dabei geblieben (vor allem nachdem ich jetzt die Bilder gesehen habe Zwinkernd ).

Insgesamt:
Wunderschöne Landschaft, sehr schöne Hütte mit Ziegen und Wasserfall, viele liebe Leute und gutes Essen!
Danke hierfür vor allem an die Orga, die sich dieses Fleckchen ausgesucht hat, und die vielen NSCs (und auch uns SCs), die Essen den Berg hochgeschleppt haben.


Hier aber ein großer Kritikpunkt:
Die Geheimniskrämerei

Liebe Heldengruppe, wir saßen am Freitag Vormittag eine ziemliche Weile in unserem Kämmerle und haben niemanden teilhaben lassen, an den Überlegungen wo wir hingehen, was wir tun wollen, und was wir suchen. Das mag IT vielleicht logisch erschienen sein, weil hinter jedem Busch ein Verräter lauern kann, andererseits haben wir uns damit natürlich auch den möglichen Informationen von den Flüchtlingen verschlossen. Insofern meiner Meinung nach sogar IT begründbar, den Spaß im Schankraum zu machen, wo jeder lauschen und etwas dazu sagen kann.
Mal ganz OT gedacht - die NSCs sind zu einem sehr guten Teil nur dafür da, uns zu bespaßen, haben sich und Gepäck und liebevolle Charakterbeschreibungen den Berg hochgeschleppt und die Hütte gemütlich gemacht, damit wir uns wohlfühlen, unseren Spaß haben und etwas zu tun haben. Warum werden sie dann ausgeschlossen? Gerade auf einem Alpencon gibt es einige Leute, die viele logistische Aufgaben haben, und nicht zu oft zum Spiel mit den SCs kommen, da wäre es schöner gewesen, sie am Freitag früh nicht sitzenzulassen.
Außerdem ists denk ich für die SL auch einfacher, danebenzusitzen und direkt mitzukriegen, was wir vorhaben, und nicht versuchen zu müssen aus dem Nachbarzimmer zu lauschen oder am Ende unser Vorgehen zu erraten.

Wieder IT - warum sollte der armer Kerl, der auf den Stufen zusammenbricht weil er eine Vision hatte, die er uns gerne mitteilt, oder der, dessen Albträume uns weiterhelfen, nicht das Recht haben zu wissen, was vor sich geht?
Und wenn jetzt ein Verräter dabeigewesen wäre, so wäre er vom Spiel (und es bleibt ein Spiel) so vorgesehen gewesen, wir wären also wohl nicht am Ende wegen unserer Plauderei alle gestorben. Es hätte nur ein bisschen mehr Dramatik reingebracht, oder begründete Paranoia Zwinkernd

Bitte denkt mal drüber nach, dass NSCs eben keine vom Meister erdachten Figuren sind, sondern auch alle ihren Spaß haben wollen, sie deswegen nicht wegen irgendwelchen Ängsten vor Verrat ausgeschlossen werden dürfen.
Rangmäßig hätten einige von ihnen (ich weiß es nicht von allen) übrigens durchaus auch das Recht gehabt, an uns Forderungen zu stellen - sie also auszugrenzen war reine Unverschämtheit.


Ich freue mich aufs nächste Con mit euch allen,
liebe Grüße,
Dani
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« Antwort #4 am: 13. September 2010, 17:37:34 »

Also nachdem ich mittlerweile wieder gut in Hamburg gelandet bin, mal mein Feedback:

Ich war eigentlich gleich zu Anfang bedient, als ich *suprise suprise* mit den SCs den ersten Aufstieg machen durfte, obwohl ich vorher gesagt hab, dass ich noch nicht weiß wie gut ich mit dem großen Gepäck klar komm. Oben war ich dann durch den Ausblick und den Wasserfall einigermaßen entschädigt, hätte trotzdem noch ein bis zwei Enthauptungen vornehmen können.

Abends war dann das gleiche Problem wie immer auf diesem Con: durch die Tagestouren habt ihr die Leute so fertig gemacht, dass abends ein Großteil früh zu Bett gegangen ist, so dass nur noch wenig der Klein-Plots angespielt werden konnte. Dazu muss ich aber auch mal sagen, dass mich das nervt, wenn ich nur mit NSCs vor mich hinspiele, sofern das vorgegebene Sachen sind, von denen man vermutet, dass die SCs was davon mitbekommen sollten.
Ansonsten fand ich die Hütte und Umgebung sehr cool. Aber wenn ihr schon son Atmo-Aufstand wegen allem macht, dann muss ich euch jetzt noch ein Geheimnis verraten: Nutella ist OT. Egal wo ihr sie rein tut. Zunge

Ausnehmend gut haben mir auch alle Gewandungen und Ausrüstungsgegenstände gefallen – da waren wirklich viele Dinge bei, in denen viel Arbeit steckte.

Das Hesindelager hatte dann leider einige Schwächen.
Eine derbe Frechheit war gleich zu Anfang mal dieser untaugliche Leiterwagen. Da konnte ich gut verstehen, dass diejenigen nen Hals hatten, die dann damit da saßen.
Wenn ich schon irgendwo in die Pampa latsche, will ich nicht an der Hauptdurchgangsroute für Touris und Bauern wohnen.
Blöderweise hatte ich mir da irgendwie vom Setting auch mehr Spiel versprochen, war dann aber irgendwie auch nicht, nicht zu letzt, weil der letzte Abend dann ja komplett OT war.

Das Essen fand ich ausnahmslos sehr lecker. Allerdings dachte ich zwischenzeitlich, ich hätte mich völlig falsch an das Naturell von Fabi erinnert, aber zum Glück musste er beim nächsten Con an diesem WE dann nicht mehr kochen und SLn und war dann wieder der alte.

Vielen Dank an Storki, dass er mich den ganzen Abend über Stunden unterhalten hat, als alle andern beim Endfight waren. Da hab ich ihm dann auch sofort verziehen, dass er versucht hat unser Zelt abzubrennen.

Ich denke, zum Rückweg vom Endfight ist genug gesagt worden und das ist Euch als SL hoffentlich auch bewusst, dass das fahrlässig war.
Aber das ist eigentlich auch, neben zu wenig Spiel für die NSCs, mein Hauptkritikpunkt an dem Con, dass ihr euch zu sehr auf euer Glück verlassen habt, anstatt in den Alpen etwas mehr auf Sicherheit zu achten. Hab ich überhaupt nicht verstanden.
Schon als Alana nachts allein den ersten Aufstieg gemacht hat und alle nur so „Haha, ja Alana, die ist so verrückt.“ Dann die Abreise von der Hütte künstlich zu verzögern und die Ankunft im Hesindelager in die Dunkelheit zu legen. Und letztlich halt mal ohne ausreichend Licht zum Endfight zu gehen.
Das sind alles so ne Sachen, wo in den Bergen wirklich was Schlimmes passieren kann oder selbst wenn sich jemand nur leicht verletzt und sich das Knie verdreht oder die Bänder überdehnt, ihr den erstmal runter kriegen müsst. Hab ich euch irgendwie im Verdacht, dass ihr in eurem Leben noch nicht genug mit verletzten Spielern/Jugendlichen im Krankenhaus gesessen habt. Das ist ein ziemlicher Downer für jede Veranstaltung.
Und wenn ich mir überleg wie ihr euch angestellt habt, ob bei der Frage, ob der Forstweg noch mal mit einem Auto befahren werden sollte, weil ihr da Bedenken hattet, dass jmd. die Polizei rufen könnte, liegen eure Gewichtungen irgendwie falsch.

Mir ist ein Satz den Tobren von sich gegeben hat im Gedächtnis hängen geblieben: „Auch wenn ich jetzt gerade kotzen könnt, wenn morgen ne Anmeldung für das nächste Alpen-Con im Briefkasten läge, würd ich die unterschreiben und abschicken.“

Zu sowas neige ich ja normal auch, aber das müsste ich mir schwer überlegen.

Ich hatte sehr viel Spaß, es waren ganz wunderbare Leute dabei, wir waren an sehr schönen Orten… und zum Glück ist alles gut gegangen. Daher natürlich ein unvergessliches Erlebnis.

Vielen Dank euch allen dafür!
Lena
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« Antwort #5 am: 13. September 2010, 23:32:55 »

Moinsen,

nachdem wir gleich noch eine Woche in den Alpen zum Erholen drangehängt haben (war irgendwie nötig *g*), haben auch wir mittlerweile wieder den Weg ins heimatliche Dresden gefunden.

Als erstes natürlich ein großes Dankeschön an die SL für die ganze Organisation und die vielen liebevoll ausgearbeiteten NSC-Rollenhintergründe. Ich hatte eine Menge Spaß und habe mich in meinen Rollen rundum sehr wohl gefühlt!

Und meinen Dank auch an das Wetter, dass es nicht genauso verregnet weitergemacht hat wie in den Tagen vor der Con. Smiley

Dass wir NSCs uns schon einen Abend früher getroffen haben, fand ich sehr hilfreich und eine gute Gelegenheit, letzte Fragen in Ruhe mit der SL zu klären und schon einmal IT-Namen der anderen NSCs zu lernen.

Der erste Aufstieg am Donnerstag war gewichtsmäßig mit Abstand das heftigste, was ich jemals auf einen Berg hinaufgeschleppt habe in meinem Leben. Besonderen Dank dabei an Thomas, der mir immer mit gnadenlos optimistischen Zeitschätzungen und guter Laune wieder Hoffnung gemacht hat, dass wir es bestimmt bald geschafft haben. *g*

Das Warten auf die Spieler als lagernde Wachsoldaten fand ich sehr spaßig. Den Diskussionen zwischen unserem fast tauben Weibel und seiner Gnaden, dem Rondrageweihten Leufried von Trallop, über die Frage, ob der verlustreiche Ausfall aus der Hütte jetzt die richtige Entscheidung war oder nicht, hätte ich auch noch weitere Stunden zuhören können. Da haben die Spieler tatsächlich echt was verpasst!

Vom Essen war ich positiv überrascht. Ich hatte schon mit deutlich schmalerer Kost gerechnet da oben in den Bergen. Lob an die Küche!

Dass wir abends eigentlich immer weniger Zeit für das Ambientespiel hatten als veranschlagt, hat mich persönlich jetzt nicht so gestört auf der Hütte. Klar, wäre mehr schön gewesen. Aber es ging schon. Als eine viel größere Herausforderung empfand ich den Satz, der wirklich ständig kam von den SCs gerade am ersten Abend: „Lasst uns doch lieber von etwas Erfreulichem sprechen.“ – Liebe Spieler, es war bisweilen echt Knochenarbeit, euch trotzdem etwas vom unseren (eben leider nicht immer ganz erfreulichen) Flüchtlingshintergründen nahezubringen. Zwinkernd

Dramaturgisch sehr schön ausgedacht fand ich die Eona-Szene. Die arme Isinja tat mir ganz schon leid; hat es doch ihren Stand in der Gruppe ganz sicher nicht gerade einfacher gemacht, dass letzten Endes es an ihr hängenblieb, zum Messer zu greifen in der Szene. Den Zwiespalt fand ich sehr schön ausgespielt. Überhaupt fand ich den Charakter der Isinja und die damit verbundenen Schwierigkeiten mit den anderen Gruppenmitgliedern sehr spannend und bereichernd für die ganze Stimmung auf dem Larp. Smiley

Erfreulich war auch, dass uns die SCs immer wieder mit unerwarteten Reaktionen überrascht haben. So waren wir uns vor der Goblin-Szene ziemlich sicher, dass die Helden kurzen Prozess mit uns Goblins machen würden. Stattdessen bekamen wir einfach so Essen geschenkt. Sehr nett! So kann man sich irren. *g*

Im Lager hätte vielleicht die geplante Interaktion zwischen den Hesindianern und den übrigen Expeditionsmitgliedern etwas reichhaltiger sein können. Ich hatte fast nur mit den anderen Geweihten und den Drakonitern zu tun. (Mit denen war es dafür aber sehr unterhaltsam.)

Sehr schön fand ich das Spiel seiner Ehrwürden, Magister Nacladan. Ein redegewandter, durchsetzungsfähiger Mann mit einer Auffassungsgabe für fremde Schriften und Sprachen, die mich IT wie OT beeindruckt hat! Da war klar, der muss wirklich einen Stein im Brett haben bei der Herrin Hesinde. Doch… es macht schon sehr viel Spaß, unter so einer Ehrfurcht gebietenden Persönlichkeit arbeiten zu dürfen. Smiley

Leider hatte ich eigentlich nie wirklich eine freie Minute, in der ich mich mal gemütlich mit irgendwelchen anderen Leuten aus unserem Expeditionslager hätte unterhalten können; wer sie eigentlich sind, wo sie herkommen oder so weiter. Im Lager hätte ein bisschen mehr freie Zeit zum Spielen tatsächlich nicht geschadet. So viel Spaß ich auch bei der Übersetzung der Texte hatte, aber nach einigen Stunden des Übersetzens war ich dann wirklich froh, in der Vorbereitung des Hesinde-Rituals eine konspirative Auszeit vom Alt-Alaani zu haben. *g* Meinen Respekt an die fleißigen Übersetzer, die unter Zeitdruck die Schriftrolle zu Ende übersetzt haben. Es hat mich sehr gefreut, dass sich mehrere zusammen der Übersetzung angenommen haben. Nächstes Mal wäre ich dennoch für kürzere Texte, liebe SL, auch wenn das Kürzen von solchen stimmungsvollen IT-Texten immer im Herzen wehtut, wie ich mir vorstellen kann. Zwinkernd

Was die Endschlacht angeht, möchte ich den Spielern durchaus meine Anerkennung aussprechen, dass sie trotz Dunkelheit, eine gegnerischen Übermacht und eigener Müdigkeit sich noch Mühe gegeben haben zu schauen, auf den sie da einschlagen. Zumindest ich für meinen Teil (eine unbewaffnete Bäuerin) habe tatsächlich keinen einzigen Schwerttreffer abbekommen von den Spielern, sondern man hat immer versucht, mich irgendwie mit Schilden, Armen und ähnlichem aus dem Weg zu bugsieren, um an das Szepter heranzukommen.
Die Ansage bei Aufbruch zum Finale, dass Lampen für den Rückweg nicht nötig sein werden, weil der Weg auch dann noch hell genug sei, war freilich sehr unglücklich. Im Lager herrschte an Lampen ja wahrlich kein Mangel. Umso beruhigender zu sehen, dass wir dennoch alle heile wieder zurückgefunden haben und dass alle Lampenträger so fürsorglich sämtliche Löcher abgesichert haben, damit niemand hineinfällt.

Im Großen und Ganzen für mich ein schönes, erlebnisreiches Larp, für das es sich gelohnt hat, bis hinunter in die Alpen zu gondeln, in wirklich einmaliger Landschaft und mit vielen tollen Leuten! Smiley

Liebe Grüße und bis hoffentlich bald mal wieder,
Vivienne (Lana/Eona/Mentorin Sarina)
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« Antwort #6 am: 16. September 2010, 21:43:08 »

So mit etwas Abstand und zwei anstrengenden Wochen dazwischen auch von mir ein Feedback.
Im großen und ganzen kann ich mich allen Punkten von Tobren anschließen, möchte aber einiges wiederholen, ergänzen, ...

Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung für mich der Weg zur Meistergilde, wie sie früher war ...
Im Folgendem mische ich positives und ein paar negative Anmerkungen, insgesamt bin ich aber sehr zufrieden und weiß auch, dass man nie alles perfekt machen kann. Die meisten negativen Punkte würde ich auf einem gewöhnlichen Larp nicht bemerken und schreibe sie nur deswegen, weil man bei einem so großartiges Team von NSCs und SL eben an den letzten Feinschliff gehen kann.

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Indy
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« Antwort #7 am: 16. September 2010, 21:44:03 »

So hier der Rest:
So mit etwas Abstand und zwei anstrengenden Wochen dazwischen auch von mir ein Feedback.

Die Locations waren einfach traumhaft, der Wasserfall, das einsame Tal auf der Wanderung, der See, die Ruine. Tatsächlich etwas störend waren die vielen Autos und Wanderer im Endlager, vor allem deswegen, weil man nach zwei Tagen in absoluter Intime Umgebung einfach 100% in der Rolle war. Dickes Lob an alle Beteiligten, ich habe während des Cons nur EINMAL was böse Wort OT gehört.
Die Story fand ich insgesamt super, allerdings muss ich sagen, dass sie etwas mehr über die Tage verteilt hätte sein können, also z.b. schon früher mehr Schriften, über die man grübeln kann. Als wir zur großen Wanderung aufgebrochen sind, war alles erledigt ausser den Winteberg fangen, Pausen hätten viel Raum für Diskussionen geboten, wenn man Infos früher gehabt hätte. Die Übersetzungsrolle war toll gemacht, für mich gab es aber IT keinerlei Motivation sie mir anzusehen, vor allem, weil der Bericht des Drakonister viel wertvoller war. Den hätte man bspw. Uns früher geben können. Die Szene mit dem Bauernjungen mit dem Drakoniter Ring war endgeil. Ich schau ihn n, grübel und denke plötzlich, was hat den der für einen Ring. Plötzlich steht der Drakoniter neben mir. Ich weiß nicht, ob die übersetzung jemanden genervt hat, anderer Weg ware es gewesen, wenn die Hesindegeweihten das übersetzt hätten un suns entsprechende Infos zur richtigen Zeit geben. Das Konstrukt mit einem Halb-NSC inder Gruppe hatte Vor- und Nachteile. Zum einen hat es zu Spannungen und Diskussionen geführt, was sehr cool war. Zum Anderen war einem nicht ganz klar, wie weit man unsere Auftraggeberin in Frage stellen soll, z.b. bei den Entscheidungen wohin es geht, da sie ja möglicherweise eine SL Ansage hat. Wie gesagt Vor- und Nachteile. Und zuletzt wie schon gesagt, toll waren all diese Gespräche zwischen NSCs denen man auch mal lauschen konnte.
Apropos NSCs. In einem Satz: Ihr wart einfach der absolute Hammer! Ich habe größten Respekt vor eurem körperlichen Einsatz und eurem tollen Spiel. Es kam schon das Feedback, das etwas wenig Spiel zwischen Gruppe und NSCs war (z.b. Flüchtlinge). Klar zum einen waren wir müde. Zum anderen ist aber auch einfach stimmig, wenn sich die Anwesenden untereinander unterhalten oder z.b. die Hesindegeweihte die schwangere Frau betreut und nicht ein Spielerkrieger. Seid euch gewiss, dass euer Spiel untereinander unheimlich viel zum Ambiente begetragen hat! Ich hab im Schankraum geschlafen und noch beim wegdösen euren Gesprächen gelauscht, 24 Studen intime! Ein paar Rollen muss ich gesondert hervorheben, alle andere nicht böse sein, wie gesagt, alle waren Spitze. Clemens, ach Clemens. Der Wasserelementar war eines der besten Wesen, denen ich je begegnet bin. Klar die Lokation war unttopbar, aber du hast den einfach perfekt gespielt. Kein ewiges Spieler nerven, klare Ansagen, Respekt ausgestrahlt, aber man konnte auf die richtige Weise einfach auch zum Erfolg kommen. Und weil ich gerade bei dir bin, Clemens, als Hochwürden hast du dich in die ewige Bestenliste der Festrollen gespielt. Der Hinterhalt am Wasserfall war toll ausgeführt. Die Dame, die die Schwangere gespielt hat, hat mein Mitleid erregt, großes Tennis. Später hast du mich als Wächterin des Tages fast zum Weinen gebracht. Die Travia Geweihte aus der Hütte war für mich die pure Gastfreundschaft, diese sanfte gutmütige Stimme hallt immer noch durch meine Ohren. Norbarde und Don waren Spitze, besonders cool fand ich, dass der Don spontan auf meine Ansage eingegangen ist, dass ich ihn kenne, und sich dann live mit mir zusammen eine Story überlegt hat. Die Weidener Jungs waren echt cool, und haben mir einiges an Motivation beim Aufstieg gegeben. Winterberg alias Drakoniter war toll, als ich den Ring hatte hast du mich so böse angeschaut die ganze Zeit, dass ich irgendwann voll nervös geworden bin. Schön war auch, dass du den Tod euers Magiers untersucht hast, das gibt sehr viel Leben ins Spiel.
Die Endschlacht hätte von mir aus lieber ein paar hundert Schritt hinter der Mine statt finden können. Die Wächterin des Tages ware schöner und kürzer bei der ersten Quelle gewesen. Das Huhn am letzten Abend: Mitleid mit dem Koch. Es hat wirklich vorzüglich geschmeckt und war sicher einen Haufen Arbeit. Leider war es zu kalt windig und dunkel, um es vernünftig zu essen. Ansonsten war ich mit dem Essen hoch zufrieden.
Insgesamt: Zwei Daumen Hoch und Dank an alle Beteiligten!
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Manuel
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« Antwort #8 am: 21. September 2010, 10:32:39 »

Ich danke Euch allen für dieses herausragende Erlebnis. Es wurde hier großes geleistet.

Gerade die Detailtiefe der Szenen und Charaktere (NSCs wie Spieler) die auch scheinbar bedeutungslosen Belange abgedeckt hat sowie das konsequente, sehr facettenreiche und vor allem gute Spiel fast aller Beteilten hat das Niveau dieser Veranstaltung ausgemacht. Die größtenteils bodenständigen und damit realistischeren Charaktere, welche sich auf der Hütte versammelt hatten war sehr gelungen. Das Expeditionslager der Hesindekirche war eine sehr gute Idee und treffend be- und umgesetzt. Die frühe fast intime Begegnung mit dem späteren Feind war ein gelungener dramaturgischer Winkelzug der von der Erfahrung der Orga zeugt.

Durch die Einfachheit bestechend passend und gerade mit der Reaktion von Isinja urkomisch war das Fuchsopfer. Die Szene und damit auch die Pointe kam einfach absolut überraschend aber im Gesamtbild vollkommen treffend. Ich habe kaum lustigeres gesehen und könnte mich immer noch wegwerfen.

In seiner Gesamtheit aber mit das beste was ich als Spieler erlebt habe war der Wasserelementar und der darauf folgende Überfall. Das durch den Wasserfall gegebene machtvolle Erscheinungsbild des Geistes wurde durch die etwas launische aber sehr herrische, bestimmte Art mit authentischem Leben erfüllt. Noch verklärt durch diese Szene traf mich der Anblick der fast theatralisch auf den Felsen nieder gestreckten Kameraden und fern die durch das Blockmehr fliehenden Feinde. Die anschließende Jagt war vom feinsten. Ich bin begeistert.

Im Gesamtbild rückblickend waren die ersten 2 Tage hervorragend und bis auf Kleinigkeiten vom feinsten! Später erreichte bei mir das Spielerlebnis nicht mehr die vorher da gewesene Tiefe. Der Übergang war fliesend und ist wohl nicht an einzelnen Szenen fest zu machen. Im Rückblickend störend und wohl auch primär ursächlich waren zum einen Unterbrechungen im Ambiente (vor allem die vielen Spaziergänger und Autos, aber auch das offensichtliche Fotografieren, die offensichtlich erzwungene Mittagspause am Samstag, die durch OT Bedenken ausgelöste Diskussion um ein warten auf Einyaven vor dem Finale, die sichtbaren Rucksäcke usw.). Zum anderen ist der vorher sehr feine Spannungsbogen insbesondere  durch den fast schon zu unspektakulärer und meines Erachtens etwas frühe Tod des (sehr toll dargestellten) Hauptfeindes zum Ende hin etwas abgeflacht. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich als Krieger mit den vielen Übersetzungen nichts anfangen konnte. Zum Ende hin haben sich auch Probleme in der Logistik gehäuft, was aber ob der Belastung die ein solcher Con mit sich bringt durchaus verständlich ist. Im einzelnen waren all diese Punkte nicht tragisch, in ihrer Gesamtheit haben sie allerdings den durchaus gelungen Szenen etwas die Stimmung genommen.

In seiner Gesamtheit war die Versorgungsleistung und Logistik aber bewundernswert! Gerade das vielseitige und reichliche Essen hat mich beglückt. Dafür ein extra Dankeschön!

Die Wegstrecken waren meines Erachtens in ihrer jetzigen Länge perfekt. Ein großer Respekt von meiner Seite für die Flexibilität der Orga in diesem Punkt. Eine längere Strecke, wenn sie auch körperlich möglich gewesen sein mag, wäre der Spielatmosphäre sicherlich abträglich gewesen. Am Freitag hätte man den letzten Teil des Weges zur "Hüterin des Tages" streichen können. So hätte man sich die wehenden Plastikzäune gespart. Zum Ende hin hätte ich nicht jede Route verantworten wollen, für mich war’s aber OK. Im übrigen waren die gewählten Ruten hervorragend und landschaftlich der Wahnsinn. Ich bin immer noch begeistert.

Rückblickend würde ich sagen, dass die ersten Beiden Tage gerade durch die scheinbar belanglosen Nebensächlichkeiten derart gut waren. Beispielhaft nennen könnte man etwa die

  • allgegenwärtige und stets fitte und realistische (teils vielleicht etwas zu lächerlich dargestellte) Bergbevölkerung,
  • die hungernden (Helm-) raubenden Goblins bei den sehr gelungenen Leichen (eine sehr feine Szene übrigens!),
  • die hervorragend bedauernswerten tobrischen Flüchtlinge (schade, dass der Abend so kurz war!),
  • inklusive dem Briefe am Freitag Abend vor dem Aufbruch (hervorragende Idee und Umsetzung),
  • die oft erstaunlich aufwendige Schminke (etwa der verletzte Soldaten),
  • vieles weitere

Auffallend gut, gerade für einen Abenteuer Con, war das Spiel der NSCs untereinander. Ihr seid in den Rollen aufgeht und habt diese so realistisch verkörpert das auch die oft wahrgenommene Grenze zwischen Spieler und Nichtspieler oft kaum existent war. So richtig begeistert war ich in dieser Hinsicht von den Charakteren im Hesindelager.

Die Heldengruppe war eine Traumbesetzung. Ich habe mich durchgehend über alle gefreut! Zu schade, dass Thesia vorzeitig gehen musste. Die angesprochene Geheimniskrämerei hat glaube ich alle in der Gruppe gestört, war aber wohl in Isinjas Charakter so angelegt. Das nächste Mal sollte der Chef einfach ein Großmaul und Schwätzer sein...

Bevor ich jetzt anfange auch noch das Wetter zu loben, das insbesondere bei dem Lied der Elfe bestes geleistet hat, schließe ich lieber meinen Beitrag.

Mit hat's sehr gefallen. Vielen Dank!
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Alana
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« Antwort #9 am: 25. Oktober 2010, 12:36:01 »

Jetzt hab ich es tatsächlich geschafft solange zu warten, dass es 
sich fast nicht mehr lohnt eine Kritik zu schreiben... dennoch möchte 
ich euch auf diesem Weg für das wundervolle CON danken! Es war eine 
wirklich tolle und nicht so leicht zu vergessende Veranstaltung. Ich 
habe mich wirklich geehrt Gefühlt SC sein zu dürfen und bin euch 
immer noch sehr dankbar für den Extra Aufwand den ihr für mich 
betrieben habt!
Ich konnte zwar leider nur die Hälfte der Veranstaltung da sein, aber 
ich bin der Meinung das es sich absolut gelohnt hat den Aufwand zu 
betreiben. Außerdem muss ich an dieser Stelle sagen, das ich dank 
eurer tollen Karte einen sehr schönen und problemlosen Aufstieg hatte 
und geht eine intimigere Anreise als alleine Nachts durch den Wald 
aufzusteigen. Ich halte es wirklich nicht für eine 
Selbstverständlichkeit so viel Aufwand für eine einzelne Teilnehmerin 
zu betreiben und weiß es daher sehr zu schätzen.
Im Ganzen gesehen war es wirklich ein tolles LARP. Die 
Wegstrecken, auch wenn ich leider bei dem einen Aufstieg etwas 
Probleme bekommen habe, waren meiner Meinung nach eigentlich 
schon machbar. Die Lager waren sehr schön dargestellt, ich hab ja von 
der Hütte wenig mitbekommen, aber das Forschungslager fand ich sehr 
schön dargestellt. Auch einzelne kleinere Szenen waren einfach sehr 
nett gemacht, hier bleibt mir wohl noch lange die Szene der Wiener am 
See in Erinnerung. Bei der viel diskutierten Szene am Berg hatte ich 
mir mehr oder vielleicht auch einfach schwierigere Gegner gewünscht, 
aber es war nichts desto trotz eine sehr schöne Szene, bei der wir 
Krieger endlich unsere Fähigkeiten im Kampf gegen Magier unter Beweis 
stellen konnten. Normalerweise sind mir die Kämpfe nicht allzu 
wichtig, aber als Krieger sind sie irgendwie doch sehr elementar für 
das Spiel. Fabi, tut mir leid das du mit sterben musstest, aber so 
was passiert eben...
Außerdem muss ich sagen, dass ich die SC Gruppe für sehr gut 
ausgewählt gehalten habe. Im Ersten Moment erschien sie mir ein wenig 
Zusammengewürfelt, aber es hat sich herausgestellt das wir sehr 
harmonisch zusammengepasst haben.


Ein paar kurze und mir am wichtigsten erscheinende Punkte der Kritik, 
oder man sollte wohl eher von Verbesserungsvorschlägen reden, möchte 
ich aber dennoch nennen:
- Fotos, es wurde meiner Meinung nach viel zu viel fotographiert und 
viel zu offen. Da bin ich recht Schonungslos, ich weiß das es schön 
ist Fotos danach zu haben, aber lieber hab ich keine bevor ich 
ständig Leute mit Foto sehe!
- Die vielen Touristen und Autos im Tal haben tatsächlich ständig ein 
bisschen das Spiel gestört, aber ich kann nachvollziehen das es 
einfach schwierig ist in den Alpen so viele Unterkünfte zu finden. 
Aber da war die vorherige ruhige Hütte schon sehr perfekt.

Ich könnte noch Stundenlang über einzelne Szenen Philosophieren wie 
gut ich manche Aspekte fand, aber ich denke das wichtigste ist 
gesagt. Ich hoffe ihr seht es mir nach das diese Mail erst jetzt 
kommt, aber ich habs irgendwie früher einfach nicht geschafft.

Vielen Dank noch mal für die sehr feine Veranstaltung, gerne wieder!

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